Posts mit dem Label Südafrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Südafrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Kapstadt

Mitten in einer grünen Oase am Rande von Südafrika liegt eine Stadt voller Gegensätze. Cape Town.


Tiefste Armut in direkter Nachbarschaft mit übermäßigem Reichtum. Eine Wetterlage, welche einen so ziemlich jede Jahreszeit an einem Tag durchleben lässt, mit teils stechender Sonne und eisigen Wind. Imposante Berge und weißer Sandstrand, sowie steile Klippen an der Spitze von Afrika. Wale, weiße Haie, Robben oder Pinguine, die Tierwelt hier ist vom Meer geprägt.


Kapstadt hat mich am Abend meines Fluges sehr freundlich begrüßt. Wolken hingen tief in den Bergen und es war so hell im Dunkel wie schon lange nicht mehr. Straßenlaternen gab es in Maun nicht. Von 40 Grad im Schatten zu 13 Grad mit klirrekaltem Regen am nächsten Tag. Das war schon ein Unterschied. Hab mich auch promt erkältet. War vom spontanem Badespaß im Delta zu Pferd noch nicht ganz trocken und dann ging der Schnupfen auch gleich los.


Meine Kamera ist übrigens Wasserdicht. Der Test war nicht gewollt, aber immerhin hab ich die Kamera im sumpfigen Fluss wiedergefunden. Und aufgrund meiner unsagbar vielen Bilder und Filme musste ich am ersten Tag hier, dann auch gleich eine externe Festplatte kaufen. Die Idee mit den USB-Sticks war… …engrahmig gedacht. Ich knips einfach zu viel. ;)


Die ersten 2 Tage habe ich mir die Stadt und Umgebung angeschaut und bin im roten und blauen Hop-on-Hop-off Bus umher gefahren. Sehr nett gemacht. Es gab viel zu sehen. Hab auch die dazugehörige kleine Weintour gemacht. Fazit: mir schmeckt immer noch kein Wein. Allerdings war das Halsweh besser. ;)


Natürlich habe ich mir auch den Tafelberg angeschaut. Eine klare Spitze dort ist sehr selten und mir wurde gesagt, ich solle so eine Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Um ehrlich zu sein, ich war mir unsicher ob es wirklich wert ist, da oben zu stehen, ist halt ein Berg, aber die Sicht war klar und es war keine Warteschlange am Abend zum Sonnenuntergang, also dachte ich mir, warum nicht.


Was ich nicht erwartet habe ist die wahnsinnige wunderschöne Bergwelt da oben. Wow, ich war platt. Ich weiß jetzt, warum es zu den neuen 7 Weltwundern gehört. Es ist atemberaubend, ich konnte mich nicht sattsehen. Und wie immer gibt es keine Worte um zu beschreiben, was es für ein Gefühl es ist, einem so mächtigen Panorama gegenüber zu stehen. Man muss es gesehen haben.


Natürlich muss man auch zum Kap der guten Hoffnung, und am Mittwoch habe ich hier vom Hostel aus eine kleine Tour gebucht. Wir sind zu den Pinguinen gefahren und anschließend nach Cape Point geradelt, mitten durch den Nationalpark durch. Wunderschön. Direkt am Cape Point brütet eine große Vogelkolonie und der Blick nach unten verschlägt einem doch das ein oder andere Wort. Das war vielleicht steil. Ich habe auch meine ersten Wale gesehen. Zwar nur ganz klein am Rande der Klippen, aber immerhin. ;)



Dann begann meine kleine Pechsträhne. Meine letzten 3 Tage habe ich auf meinen Ausflug zu den weißen Haien gehofft um Tauchen gehen zu können, aber der Wind hat mir jeden Tag einen Strich durch die Rechnung geweht. Zu Hohe Wellen = zu gefährlich. :/ Sehr sehr Schade; denn ich hatte mich wirklich darauf gefreut. Nun muss ich Afrika leider ohne Tauchgang verlassen.


Aber als weibliches Individuum des Homo Sapiens, gibt es natürlich ein kleines Trostpflaster in Cape Town. Shopping! Ja, die Stadt ist eine Einkaufsinsel und ich musste davon direkt mal Gebrauch machen. Natürlich bin ich nicht 3 Tage durch die Stadt gebummelt. Ich habe einen kleine Township Tour in die Mittelschichtviertel gemacht, war im Aquarium, was wirklich nicht so berauschend ist, im Museum und Planetarium und habe mit einer lieben Australierin den Botanischen Garten besucht.



Ich muss sagen, ich hätte nicht geglaubt, dass der Tag im Pflanzenreich so schön sein würde. Man hat das Gefühl im Jurassic Park zu sein. Die Pflanzen hier in der Kapgegend sind eindeutig Dinopflanzen. Und auch die Blumen, welche am Rande der Felsen wachsen, scheinen nicht von dieser Welt.




Der Strand war auch sehr angenehm für das Gemüt. Ich glaube ich habe 3 Stunden lang nur auf den Felsen gesessen und die Wellen beobachtet. Ja genau Jene, mir das Great White Shark Diving vermiest haben. Aber ich bin darüber hinweg. Fast. …


Zum Abschluss hatte ich gern noch Robbenisland besucht, aber die Karten sind für die nächsten Wochen alle ausverkauft. War jetzt nicht ganz so tragisch. Ist halt ein Gefängnis. Bin dafür noch durch den Hafen geschlendert und habe die Robben und Seevögel beobachtet und war ein bisschen Wandern. Ich habe es zu 2/3 auf den Lionshead geschafft, dann ist mir die Zeit davon gelaufen. War aber nett, mal wieder etwas in der Natur zu stecken, auch wenn der Bergrücken inmitten der Stadt seinen Platz hat.


Abschließend muss ich sagen, Kapstadt ist, was Städte anbelangt, eine sehr schöne Stadt. Sie liegt mitten im Grünen zwischen Bergen und Strand und hat sehr viel zu bieten. So viele wilde Blumen wie hier habe ich noch nirgends gesehen.