Sonntag, 22. Juli 2012

Nur noch (...) Tage

Nur noch 3 Wochen bis zum Abflug!
Nur noch 3 Wochen bis ich meine Weltreise antrete!
Nur noch 3 Wochen zum erledigen meiner Listen!
Nur noch 3 Wochen bis der Abschied naht!
Und schon Morgen sind es nur noch 20 Tage…
Die häufigste Frage im Moment: „Bist du denn schon aufgeregt?“ Die oft darauf spontane Antwort von mir: „Phhh….. mmmm, weiß nicht.“ Und wenn ich dann mal 2-3 Minuten nachdenken darf, eigentlich „Nö“.
Um ehrlich zu sein, kann ich nicht wirklich sagen, wie ich mich wirklich fühle. Ich freue mich sehr, soweit das innere Gefühl, aber ich habe auch noch so Vieles zu erledigen, dass ich nicht wirklich zum Einschätzen meiner Gesamtlage vordringe.
Klar, hin und wieder kommt er dann schon mal, der Moment, an dem man sich fragt: ‚Was machst du hier eigentlich?‘ Zumeist dann, wenn ich abends ruhig und entspannt in meinem Bettchen liege, und die vergangenen Tage zurückverfolge. Und der innere Kalender kreiselt: ‚Nur noch 4 Tage in meiner Wohnung schlafen.‘ ‚Nur noch 8 Tage auf Arbeit gehen.‘ ‚Das letzte mal zur Fitness fahren.‘
Genau so sah meine Woche aus. Nicht, dass ich zählen würde wollen, aber man tut es dann eben doch. Ob nun in Vorfreude oder Demut vor dem, was da gerade auf mich zurollt, kann ich schwer sagen, aber ich nehme es zumindest jetzt noch mit Gelassenheit. Nur der Eigenstress bis zum Abflug alles fertig gepackt, eingelagert und organisiert zu haben, sitzt mir im Nacken und klein Engelchen und klein Teufelchen streiten sich so manches Mal am Tag, ob denn nun ein Päuschen oder schnelles Abhaken das Richtige sei.
In diesem Sinne… ich muss weiter. ;)

Freitag, 29. Juni 2012

Einmal um die ganze Welt




Ich bin im Juni angekommen und ein paar stressfreie Tage weg vom Alltag versüßen mir die Vorfreude auf meine große Weltumrundung. Das Wetter ist super, die Natur genial, die neue Kamera klickt und das Gemüt ist heiter. Mir geht es gut, mehr kann ich nicht sagen.





Ein wenig Wandern im sonnendurchfluteten Wald der fränkischen Schweiz mit meinen lieben Eltern kitzelt die Reiselust und gleichzeitig das merkwürdige Gefühl, dass das Runterzählen der Tage nun wirklich begonnen hat.
An Abschiede kaum zu denken, kehrt man doch nochmal in sich. Diese Tränen werden noch früh genug fließen. Und doch, die Vorfreude ist nicht zu zähmen. Auch sie will sich bei jeder Gelegenheit befreien. Ich glaube, ich laufe gelegentlich mit einem Dauergrinsen durch den Alltag.


Ich bin nun auch am Punkt der Routenplanung angekommen. So grob hatte ich schon lange einen Plan im Hintergrund, aber nun denke ich, ist es soweit Spruchreif, dass ich die Weltkarte mit den markierten Ländern mal vorstellen kann.


Angefangen mit 7 Wochen Afrika, werde ich Namibia, Botswana und Südafrika, mit seiner reichen und vielfältigen Tierwelt erkunden. Danach geht es auf dem indirekten Weg nach Südamerika. Dort warten einzigartige Kulturen in Peru, Bolivien, Argentinien (mit Feuerland) und Chile (+ Osterinseln) von mir entdeckt zu werden. Im Hinterkopf flüstert hin und wieder auch noch ein Stimmchen, dass ich Ecuador mit den Galapagos Inseln und Kolumbien nicht außer acht lassen soll. Diese Entscheidung überlasse ich jedoch meiner spontanen Eingebung. Im Anschluss an Südamerika werde ich mir Zentralamerika mit seinen Regenwäldern und Taucherparadiesen etwas näher bringen. Da wären Panama, Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Belize zur Auswahl. Auch wäre Mexico noch einen Abstecher wert mit seinen im Urwald gelegenen Mayatempeln. Mal schauen, was Reisekasse und Lust zu dem Zeitpunkt sagen. Es gibt so viel zu sehen auf dieser Erde, dass die Entscheidung manchmal schon recht schwer fällt.

In der zweiten Hälfte meiner Welttournee werde ich mich dann in Richtung Ozeanien begeben. Ein wenig Work&Travel in Australien um das Reisebudget wieder zu füllen, um dann schlussendlich auf Tonga mit Walen tauchen zu können. Und wer weiß, vielleicht noch französisch Polynesien zum Entspannen mit seinen einzigartigen Lagunen. Für abenteuerliche Wanderungen geht es danach mit oder ohne Camper auf die Spuren der Maori nach Neuseeland. Zum Abschluss steht dann noch das Backpackerziel schlechthin auf dem Reiseplan. Südostasien. Welche Länder ich hier bereisen möchte, weiß ich allerdings noch nicht so genau. Malaysia, Indonesien, Laos, Kambodscha, Thailand oder Myanmar… die Auswahl ist groß und die Entscheidung ist sicherlich nicht leicht. Auch ob Indien und Nepal meine geplanten Abschlussländer bleiben, kann ich jetzt noch nicht sagen. So viel Erfahrungen und Zeit liegen noch zwischen meinem Start und dem geplanten Ziel. Wer weiß wohin mich der Wind am Ende trägt. Es bleibt abzuwarten, wie die Route am Ende tatsächlich aussieht. ;)

Jedenfalls sind es nur noch knapp 6 Wochen bevor ich am Gate auf meinen Check-in warte. Die Tage rieseln wirklich wie Sand durch die Finger. Mein Visum für Namibia ist eingetroffen und die Hostels für Afrika sind alle gebucht. Nun werde ich mich noch über die ein oder andere Tour informieren und dann kann es losgehen; die Erkundung des Kontinents auf welchem die Wurzeln unserer Vorfahren liegen. Und damit, fängt es auch langsam an im Kopf anzukommen. Theorie wird zur Realität und in die Tat umgesetzt. Ein tolles und teils schwierig zu beschreibendes Gefühl.



Wenige Hürden gibt es jedoch noch zu überwinden. Es bleibt spannend im Reisevorbereitungslager. Die Listen sind noch lange nicht alle abgehakt und der Auszug aus meiner Wohnung und dem alten Arbeitsalltag steht bevor. Mein letzter Bereitschaftsdienst ist vorbei. *Jubel* Und die Zeit pendelt unaufhaltsam in Richtung Reisestart und ich folge trittsicher heraus aus dem Hamsterrad in eine mir unbekannte Welt...





Bis auf weiteres... hasta luego amigos!

Montag, 28. Mai 2012

Zeit ist relativ

"E=mc²" Da hatte der Herr Einstein schon recht. Und "Kleinvieh macht auch viel Mist", kann ich so auch unterschreiben.

Allein 10 freie Tage haben bewiesen, dass man nicht unbedingt alles schaffen kann, was man sich vorgenommen hat und laut Planung hätte locker schaffen müssen. Auch wenn ich zugeben muss, dass hin und wieder der Drang nach Erholung überwogen hat, hab ich doch fleißig jeden Tag etwas für meine Reise getan.

Ich habe nun eine Reiseversicherung, die so ziemlich alles beinhaltet von dem man doch geschützt sein sollte, im Falle eines Falles. Ob Krankheit, Haftpflicht, Unfall, Notfall oder Diebstahl. Alles bei. Klasse wa?
Ich habe mir auch einen tollen Fotoapparat gekauft, welcher unter sowie über Wasser funktioniert, dabei Fall- und Staubsicher ist und noch recht gute HD Filme drehen kann. Mein Handyvertrag wurde meinem Vorhaben entsprechend angepasst, Flüge wurden gebucht, ich habe mehrere Impfungen über mich ergehen lassen und weiterhin einige Ausrüstungsgegenstände erworben, sowie auch mal wieder etwas Spanisch ins Hirn gepresst. Ich hoffe da bleibt es auch drin. ;)

Es ist auch vermutlich aufgefallen, dass ich noch etwas an meiner Website herumgebastelt habe. Meine lieben Leser können nun aus Spaß an der Freude Fische füttern, indem sie mit der Maus ins Aquarium klicken und zusehen wie die kleinen Tierchen sich auf die Krümel stürzen. Mein neuer Twitter Account wurde auch als Gadget rechts eingebunden, von welchem aus ich versuchen werde fast täglich ein paar Worte zu schreiben. Manch Einer mag sich wundern, warum ich auf englisch ‚zwitscher‘. Nun ja.. einige meiner Freunde verstehen leider kein deutsch, drum möchte ich diesen auch ein kleines bisschen Einblick in meine Reise verschaffen. ;)

Abschluss-Fazit: Ich war also fleißig im Mai!

Wie aber kann es nun sein, dass immer noch vieles unabgestrichen auf meiner Liste mir ein schlechtes Gewissen einredet? Tja… einige Dingen nehmen deutlich mehr Zeit und Nerven in Anspruch als vorher vermutet und ziehen sich wie zerlaufener Pizzakäse durch den Alltag und das über mehrere Tage.
*mal sitzt man einem unfähigen Sacharbeiter gegenüber, der einen fast zum Amoklauf durch seine Inkompetenz anstiftet statt richtig zu beraten
*in diversen Service Centern sind nach einer gefühlten halbe Stunde Warteschleife "gerade alle Leitungen belegt"
*mal kommen Mails nicht an oder Antworten bleiben aus
*der Computer meint, er müsse sich für geraume Zeit ausklinken
*es verschiebt sich mal wieder ein Flug (ha! diesmal wurd ich immerhin informiert)
*lange Wartezeiten bei diversen Arztbesuchen
*Wecker, die in geistiger Umnachtung Aus statt An geschaltet werden, so dass man verschläft.
Kurz gesagt ist es das Leben, welches einen hin und wieder an hinterste Ende der Warteschlange schuppst und gelegentlich auch die innere Unmuse in Stimmung in ihrer freien Zeit etwas anderes zu tun als chillen.

Ich glaube auch mittlerweile dass die Belastbarkeit für die Reise bereits mit der Belastbarkeit während der Reisevorbereitungen geschult wird. Eigentlich kann es gar nicht chaotischer werden unterwegs.

Die nächste Zeit ist jedenfalls weiterhin straff mit Vorbereitungen gefüllt und die wohlverdiente Pause für mein unter dauerstress gesetztes Nervenkostüm wird wohl erst im Flieger eintreten, wenn ich in 76 Tagen in Richtung Windhoek, Namibia aufbreche. Ja, wow. So lange hin bis zum Start ist es gar nicht mehr, womit der Beweis mal wieder erbrach wäre. Zeit ist relativ... ;)

Freitag, 27. April 2012

April, April.. Jeder macht was er will

Ein weiterer Monat ist ins Land gezogen und hat mich ein paar Felder auf dem Weltreise- Spielbrett nach vorn hopsen lassen.

Die Wohnungskündigung ist in Sack und Tüten und läutet somit das Zeitalter des Kistenpackens ein. Im Tropeninstitut steht der Termin für die Gelbfieberimpfung und meine restlichen freien Tage vor der Reise sind gerecht auf die mir verbleibende Zeit aufgeteilt, so dass ich hoffentlich alles gut schaffe.

Auch hinter den Selbstbehauptungskurs kann ich auf meinem Zettel ein Häkchen vermerken. Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß dabei und da wir nur 4 Mädels waren, waren die Übungsstunden umso lustiger. Ich glaub der Kosename „Hühner“ ist des Öfteren von unserem geduldigen Kursleiter gefallen. ;)
Ich glaube jedenfalls fest, dass der ein oder andere Griff hängen bleibt und hoffe ihn im Notfall anwenden zu können. Noch mehr hoffe ich natürlich nie in eine Situation zu gelangen, wo ich das Gelernte zum Besten geben muss, aber man weiß ja nie. Spaßeshalber kann man ja auch mal Freunde ärgern ;) hehe.

Da es wirklich ein toller Kurs war, wollte ich meinen lieben Lesern mal einen kleinen Einblick verschaffen. Leider sind die Bilder echt mies wackelig und pixelig geworden, und ich musste sie noch etwas bearbeiten. Hab gleich eine Bilderserie daraus gebastelt. :D




Ansonsten muss ich sagen, der April hätte in Sachen spezielle Routenplanung auch einfach schön sein können. Bis vor einer Woche, bin ich noch stark davon ausgegangen, dass mein bestätigter Flug zum Start meiner Reise am 15. August stattfindet. Man sollte jedoch nie so naiv sein und glauben, dass eine Fluggesellschaft ihre Gäste auch informiert, wenn es einen Flug nicht mehr gibt. Durch Zufall musste ich erfahren, dass die Strecke so Mittwochs nicht mehr vertrieben wird. Nach langem telefonieren mit der Fluggesellschaft und meinerseits immer wiederkehrendem Erstaunen darüber, dass ich immer noch nichts von dieser „minimalen“ Änderung wissen würde, steht das neue Datum nun am 12. August fest. Was für eine Rennerei in Sachen Arbeitsvisum und Hostelbuchung das gewesen war, könnt ihr euch bestimmt lebhaft vorstellen. Da überkommen einen dann doch mal zeitweise kleinere Angstschweißströme, wie man denn nun alles umplanen solle.

Aber, der Stress ist nun verdaut und die ‚gerade läuft alles gegen Baum‘- Phase ist überwunden. Die Routenplanung steht in den letzten Zügen, zumindest der Abschnitt, welchen ich vorplane. Ein ziemlich großer Teil bleibt nämlich offen und steht meiner spontanen Seite samt Grundmauern zur Verfügung. Dazu jedoch mehr in den kommenden Tagen. Erstmal stehen ein paar Tage Erholung für mich im Kalender. :)

Samstag, 31. März 2012

ein Hauch von Frühling


Man mag es kaum glauben, 5 Wochen später und der Frühling ist eingezogen. Es sind gute 20 Grad plus und ich lasse bei strahlendem Sonnenschein für einige Momente die Seele baumeln, während ich im Garten diese Zeilen schreibe. Und im Rausche der Glücksgefühle über die nun stetig länger und sonniger werdenden Tage, verweile ich auch ein wenig in der Ruhe vor dem Sturm.

Es sind gefühlte 1000 Dinge in nur 100 Minuten zu schaffen.  Der Countdown ist im vollen Gange und ich würde lügen, wenn ich die stressigen Vorbereitungen nicht auch manchmal genießen würde. Doch wissend, dass die nächsten Wochen sehr intensiv mit Erledigungen gefüllt sind, schweifen die Gedanken schon mal ab, und ich beginne zu fantasieren über all das, was nun auf mich zudriftet.



Man sagt, zwischen den Zeilen eines Buches versteckt sich immer eine zweite Geschichte. Meist deutlich subtiler und oft ohne Anfang oder Ende, aber genau so spannend. Und Jeder der diese entdeckt möchte gern herausfinden, in welche Richtung sie einen geleitet. Genauso fühlt es sich derzeit an. Mein Leben. Vom Einband wirkend, recht langweilig und ruhig, doch zwischen den Zeilen lebendig und facettenreich gestrickt. Zumindest in meinem Kopf, besteht der Wald, welchen man sprichwörtlich vor lauter Bäumen nicht erkennt, aus so ziemlich den verschiedensten Baumsorten, von denen ich nicht mal die Hälfte mit Namen nennen kann, und wandelt die von außen vermutende Monokultur in einen gesunden Mischbestand um. Einen Wald, durch den ich immer noch nicht hindurchschauen kann, aber in welchem ich so manche Überraschung erlebe.

Das interessante an Dingen im Leben, die man nicht abschätzen kann, ist, dass sie erst kurz vorm geschehen, anfangen im Kopf anzukommen...

Der Fakt, dass ich nur noch 4 Monate arbeite hat sich bereits solide manifestiert, und auch wenn ich vereinzelt meinen Arbeitsalltag missen werde, entspanne ich bereits innerlich, die Verantwortung für all die kranken Tiere mal für eine Weile abgeben zu können.

Der Gedanke, dass ich allerdings in 4,5 Monaten allein auf mich selbst gestellt durch die Welt wandere, rieselt nur langsam durch das Blätterdach, auf den Waldboden der Tatsachen. Und das Gefühl ist kaum zu beschreiben… Freude, Euphorie, Sehnsucht, Aufregung… und ja auch ein wenig Furcht vorm Unbekannten und Wehmut für das was ich zurück- und hinter mir lasse. Es ist alles auf einmal und nichts, das ich greifen kann und es flutet meinen Wald mit den extremsten Stimmungswellen. Da sind so viele Erwartungen und Hoffnung für das, was folgt und manchmal auch die Ungewissheit, sich doch im Dunkel des Waldes zu verlaufen. Pfade erscheinen einem dann, wie ein Labyrinth, in welchem man den richtigen Weg für sich finden muss.

Und das kurioseste von allem… Ich bin absolut glücklich, im Auf und Ab der Dinge um mich herum und in mir drin, mit der Absicht diesen Irrgarten zu entdecken. Auch wenn sich hier und da noch kleine Ängste hinter Tannennadeln verstecken und mir auch oft die Müdigkeit vom Alltag einen Strich durch die Listen zieht, der derzeitige Beginn vom Umbruch in meinem Leben macht auch Spaß. Es ist wunderschön zu erleben, wie sich im Moment alles in seine Bahnen fügt, so chaotisch diese auch ihre Spuren in meinem Wald hinterlassen.

Freitag, 24. Februar 2012

Mittendrin statt nur dabei


Fünfzehn Grad minus, Pulverschnee, ein zugefrorener Teich und Sonne, die den kalten Tag in etwas Wunderschönes verwandelt. Der Winter hat doch noch Einmal vorbei geschaut. Und so sehr ich doch ein Wärme liebender Mensch bin, genieße ich die verschneite Landschaft, während ich mit Laila übers Eis laufe und freue mich über die ausgelassene Stimmung meines Hundes.


Ja, ja ….den Alltag mal vergessen, nur für einen Moment, die klare Luft einatmen und der Stille lauschen….




Mittendrin statt nur dabei. Genau so fühle ich mich gerade. Meine ‚To Do‘ listen immer in greifbarer Nähe, versuche ich mich mitten im Berufsalltag auf meine Reise vorzubereiten. Engpässe können dabei schon mal vorkommen, und der Tanz zwischen Tiere behandeln und Reiseroute optimieren wirkt teilweise etwas exzentrisch. Doch auch einer unbegabten Ballerina gelingt mit viel Fleiß und Mühe schlussendlich der Spagat. Und so werden Telefonate mit diversen Behörden auf Mittagspausen, Buchungen auf den Feierabend und der Großteil meiner Reise-Impfungen, dank der tollen Impfpraxis im Globetrotter auf meine Shopping-Samstage in Dresden verlegt.

Auch steht ein Countdown – Kalender in Planung, in welchem sich so ziemlich all meine Listen in der Mitte treffen. Es fällt im Moment nicht schwer den Überblick zu verlieren, und in uns allen versteckt sich manchmal schließlich ein kleines Vergess-Lischen.

In Sachen Sport, würd ich sagen, schaut es ganz gut aus. Zwei Tage in der Woche widme ich nun bis zum Reisestart meiner Fitness. Und wer hätte es gedacht… es macht sogar Spaß. Me gusto Zumba … mein Rücken wird es mir danken, wenn ich meinen kleinen Haushalt durch die Weltgeschichte schleppe.

Muy bien, mit dem Spanisch lernen, geht es auch so langsam wieder vorwärts. Fest vorgenommen, habe ich mir eine Lektion innerhalb von 14 Tagen mit meinem Langenscheidt Spanisch-Kurs für daheim. Schließlich will man ja nicht ganz so ratlos in Südamerika in der Landschaft stehen. Und falls doch alle Stricke mal reißen und ein Black Out mir die Sprache verschlägt, habe ich noch das Sprachbuch der Sprachbücher in petto. Funktioniert überall auf der Welt, besteht nämlich nur aus Bildern. Hehe. ;)

Allem in allem, kann ich mit Stolz erwähnen, dass die Erziehungsmaßnahmen meines inneren Schweinehundes so langsam Früchte tragen. Aus den anfänglichen Phasen eines Jubiläumshündchens ist er rausgewachsen und hört jetzt schon nach mindestens 5 Versuchen auf mich.

Ansonsten sammeln sich so langsam die ersten Ausrüstungssachen an. Man meint ja immer, „soviel brauchst du ja nicht extra für ne Reise“. Stellt sich jedoch heraus: „brauchst du eben doch!“ Man mag vielleicht das Taschenmesser daheim liegen haben und auch vereinzelte Klamotten kann man vom Schrank direkt in den Rucksack umschaufeln. Aber…. Da haben wir es, der 60Liter Backpack mit komfortablem Hüfttragesystem; den hat man meist nicht daheim in irgendeiner Ecke, auf seine Chance wartend, in Gebrauch genommen zu werden, bereitstehen. Den muss man käuflich erwerben und ja die Dinge, auf die man nicht verzichten sollte bei solch einem Vorhaben, da durch Abwesenheit der Spaß- und Entspannungsfaktor deutlich sinkt, sind meist Jene, die den Geldbeutel schrumpfen lassen. Und so wächst das kleine Häufchen ‚Weltreise-Krams’; mit Andacht, denn man will ja auch nix Unnützes dabei haben.


Mhmh… Noch 172 Tage bis ich im Flieger sitz. Was soll ich sagen… [Klappe auf, Klappe zu]. Manchmal fehlen mir die Worte.

Sonntag, 15. Januar 2012

ein Meer aus Listen...

Da segelt es, mein kleines Weltreise-Schiffchen, auf einem Papierberg mitten im Reisefieberchaos. Nicht ahnend, auf welchen Wellengang es vielleicht zusteuert, und mit dem festen Ziel vor Augen ungekentert in den nächsten Hafen einzulaufen.


Das Jahr 2012 hat eingeläutet, und damit auch in gewisser Weise der Countdown meines großen Vorhabens. Es ist schon seltsam zu wissen, dass es in wenigen Monaten los geht. Oder kurz gesagt, genau am 15. August, denn ich habe noch spontan vorm Jahreswechsel aufgrund steigender Preise meinen ersten Flug gebucht.

Das Datum zum Einen noch so Fern, verlangt es andererseits doch stark nach Aufmerksamkeit. Man mag nicht erahnen, auf was so alles in der Vorbereitungsphase zu achten ist. Aber, um dem verplanten Organisationstalent in mir mal auf die Schulter zu klopfen, wurde hierfür Abhilfe in Form von Listen geschaffen. Ein stetig wachsender Stapel des geschriebenem, teils auch getipptem Wortes, welcher für mich stets den Überblick behält, und den ich hier mal vorstellen wollte.


**Vorwegzunehmen wäre, dass die meisten dieser Listen sich auf die Dinge beziehen, die noch nicht erledigt sind; was die verbleibenden 7 Monate im Moment recht kurz erscheinen lassen. Und wiederum hierzu hinzuzufügen ist, dass jene Listen im Moment auch auf eine mir unbekannte Weise immer länger statt kürzer werden.**
# Fangen wir an mit der Liste, über die einzelnen Monate, oder kurz Kalender genannt. Hier werden spezielle Termine eingetragen, die nicht versäumt werden dürfen. Sei es der Impftermin oder auch der Ablauf einer Frist. Manche Dinge, sind nun mal einfach an ein bestimmtes Datum gebunden, oder finden, wie der Selbstverteidigungskurs, nur in einem bestimmten Monat statt. Da muss man dann schon mal in die Hufe kommen, um nix zu verpassen. ;)
# Dann, gibt es gröber strukturierte Listen, die nicht so wirklich Tag-abhängig, aber doch zu berücksichtigen sind. Bei mir mit den Unterpunkten ‚Gesundheit’, ‚Behördenkrams’, ‚Organisatorisches’, und ‚Finanzen’ gekennzeichnet, erinnern sich mich doch zumindest wöchentlich darüber, welche Check-ups noch anstehen, dass ich z. B. meine Kammer demnächst mal anrufen sollte, was ich mit meinem Freund Google noch so in Erfahrung bringen muss, zwecks Unterkünften und Flugverbindungen, und was mein Sparschwein denn so zu meinen Reisewünschen meint. Übrigens, anhand dieser Listen, merke ich meist, dass es vorwärts geht, denn hier ist stets ein Kommen und Gehen angezeigt, denn wöchentlich werden hier Dinge gestrichen oder hinzugefügt. Ab und an, wandern auch Dinge von einer Liste zur Nächsten. Es bleibt aufregend...
# Eine eher sehr unspezielle Liste, welche mich täglich in den Hintern treten darf, ist direkt über meinen Rechner gepinnt. Auf dieser steht nicht wirklich viel geschrieben. Eigentlich nur ‚Fitness steigern aka Sport!“, „Spanisch lernen“ und „kein Geld für Sinnloskrams ausgeben“. Ich bin aber auch manchmal echt Faul hab ich bemerkt. Die meisten Leute haben vermutlich diese Liste gar nicht. ;)
# Und nun, meine mit unter wichtigste Liste: Die gemeine Pack- oder auch Ausrüstungsliste! Diese enthält Alles, aber auch Alles mit und ohne Unterpunkte, vom Wattestäbchen über den Mini-Kompass, zum Wanderschuh bis Fotoapparat, das mit auf Reisen geht. Dies ist, im Übrigen, die längste Liste. Ich zähle gut 7 Seiten, und in dieser Liste, wer hätte es erraten, ist auch noch am wenigsten ein Häkchen auszumachen. Diese Zettel, entlocken mir jedes Mal ein seufzen, wenn ich sie überfliege. Der Globetrotter hingegen, freut sich Quarkbällchen in den Bauch.
# Die letzte, aber auch mit entscheidenste Liste, wäre die sogenannte Länder- und Bereisungsliste. Hier steht im Groben meine Route beschrieben mit diversen Zielen, welche von mir bereits jetzt schon als ‚muss’ gekennzeichnet wurden. Das ist auch so eine Liste, an der sich Traum und Realität oft noch nicht so ganz einig sind. Und ich denke, dies wird zum Aufbruch meiner Reise wohl die längste Liste sein. Vielleicht gibt es dann sogar eine Liste für jedes Land. Wer weiß das schon. Im Listen anlegen, bin ich jetzt zumindest schon mal geschult.