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Freitag, 29. September 2017

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Zu viel. Vermutlich viel zu viel. Wie immer halt. Man braucht weniger, als man meint und immer gerade das, an was man nicht gedacht hat. Wie etwa eine kleine Umhängetasche, die nicht nach Luxusnomade made by Globetrotter ausschaut. Naja, in Afrika wird es schon was Hübsches geben. Vermutlich. Ich denke schon. Ohwei, hoffentlich kann ich mich bei all den Souvenirs entscheiden.


Aber erst einmal heißt es Ankommen. Da aufgrund der AirBerlin-Krise mein Flug nämlich von Frankfurt startet und nicht wie geplant von Berlin, nennt sich die erste Etappe ICE: Leipzig-Frankfurt. Was im Nachhinein, gar nicht so schlecht ist, denn der Zug hält direkt im Flughafengebäude und man hat keinen Stress.
Abgesehen von meinem riesig gefüllten Rucksack, an dem ich etwas verloren wirke.
Dabei hatte ich mich diesmal so gut vorbereitet. Mit viel Zeit zum Packen und Shoppen und Impfen und Planen. Anstatt 12 Tage, 12 Wochen, in denen ich mit Hingabe auch den Sommer mal richtig genossen habe ohne Arbeit und Stress, im Schoße der Heimat. Spazieren mit meiner kleinen Kiko, durch den Wald nach Pahna zum See und die Welt einfach mal Welt sein lassen. Man hat ja schließlich auch die ein oder anderen privaten Sorgen zu verarbeiten. Sonne und Pool, PokemonGo und Game of Thrones, Freunde besuchen und leckere Salate kreieren helfen und ein verschmuster Hund ist einfach das Beste.







Ja, ich hab fürchterlich geweint, als ich meine kleine Püppi zurück lassen musste, aber ich weiß sie wird von allen Seiten verwöhnt werden daheim und sich riesig freuen, wenn ich Weihnachten daheim für einen längeren Besuch aufschlage. Dennoch wird sie mir so, so sehr fehlen. Drum habe ich auch am Tag meines Abfluges die Chance nochmal genutzt und bin in den Wald mit ihr, meine neue Kamera (Canon G3X) ein bisschen austesten.







Ja zugegeben, fand sie das ständige stehenbleiben etwas nervig. Schließlich soll doch ein Stöckchen durch die Luft zum fangen fliegen und nicht so ein olles schwarzes Ding vorm Gesicht hängen. Aber ein braves Mädchen ist geduldig mit den Menschen und posiert anständig. Könnte ja sein, dass ein Leckerli folgt. 



Die Bedienung der Kamera ist mir natürlich in vielen Sachen noch ein Mysterium, aber definitiv Wert das Rätzel guter Fotos mit all den Knöpfen und Rädchen zu erforschen. Das Zauberwort hier: ZOOOOOOOOM. Wenn mir die Arktis eines gezeigt hat, dann Frustration über schlechte Zoomergebnisse. Das Tier ist da und die Kamera auch, aber die Distanz zwischen beiden ein Ozean voller Enttäuschung. Außerdem hat meine gute alte Lumix nun auch langsam ihr Geld rein und gehört zu den veralteten Modellen. Eine GoPro wird bald die Unterwasseraufnahmen ersetzten. Tja, wir leben in einer Konsumgesellschaft. Bei der heutigen Technik sollte man das ab und zu auch zu schätzen wissen. Die Modelle werden besser und besser und Bilder sprechen nunmal Bände. Eine gute Kamera kann durchaus wie ein Buch in Dieser oder Jener Qualität erzählen...  

Und so starte ich also ins nächste längere Abenteuer. Mit neuen Träumen. Zurück zum Anfang. In den Busch Afrikas, wo vor Millionen von Jahren alles einmal begonnen hat. Hakuna Matata


Montag, 23. September 2013

Goodbye Work & Hello Travel

Wie eine Schnecke in Eile kam ich schlussendlich doch über die Zielgerade. 70 Tage Stallarbeit, nun sind sie geschafft. Ich muss nicht mehr mit meiner inneren Uhr diskutieren, ob ich nun nachtaktiv bin oder nicht. Wenn es dunkel ist, wird geschlafen. ;) Ich bin wieder frei und genieße jede Sekunde.



Zugegeben, die letzten 3-4 Wochen waren Arbeitstechnisch gar nicht mehr so schlimm; der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die Fitness steigerte sich proportional zum Ausmisten und am Ende war ich ein Profi im Sand runterwaschen beim verschwitzten Rennpferd. Die Zeit tickte somit netterweise ein wenig flinker. Ich hatte auch einiges um die Ohren. Flüge mussten gebucht, Routen geplant und Hostels gefunden werden. Und das allerwichtigste natürlich, ein Tauchshop der noch Plätze fürs Schwimmen mit den Buckelwalen frei hat! Ich habe um die 10 Anbieter angeschrieben, aber entweder waren sie komplett voll oder auf Inselgruppen von Tonga, wo nur einmal die Woche eine Fähre hin geht bzw teure Flüge angeboten werden. Am Ende, mit zerrüttetem Nervenkostüm, hab ich dann doch noch das Passende gefunden. Die abenteuerlichste Insel von allen, hatte noch Plätze fürs Walschwimmen, Backpacker-Betten und Tauchplätze fürs Höhlensystem in Tonga frei. Und die Fähre fährt 5x die Woche hin und zurück. Perfekt! Die Flüge waren auch schnell gefunden und dann plötzlich war er da, der Moment, in dem man realisiert, dass nun tatsächlich die letzte Etappe der langen Reise anbricht und das Abenteuer schneller zu Ende geht, als man es erleben kann.



Ich verlasse Australien! Ein Kontinent in den ich so viel Hoffnung gesteckt hatte und der mich so sehr enttäuscht im Regen stehen lies; und welcher doch am Ende nun nicht einfach werden wird, den Rücken zu kehren. Nicht weil der Kontinent mir fehlen wird, nein, die Natur, Fraser Island mit den wilden Dingos und das Abenteuer Outback, das ich nicht erleben durfte. Es ist schade, dass ein Land, welches doch so viel zu bieten hat, es einfach unbezahlbar macht für den Durchschnittsreisenden seine Schönheit zu entdecken. Ich ziehe weiter ohne das Great Barrier Reef gesehen zu haben oder die wilde Westküste, steige in den Flieger Richtung Norden, anstatt Süden um in Tasmanien nach Teufel und Tiger zu forschen oder durch Neuseelands riesige naturbelassene Täler zu Reiten. Keine Wandmalereien der Aborigines oder das erklimmen des Ayers Rock. Es wird ein trauriger Abschied sein auf eine doch recht andere Art, als jene geliebten Orte, die ich als 'bereist' verabschieden konnte.


Und natürlich wird es auch ein tränenreiches Goodbye zu meinem lieben Australier, bei dem ich mich gerade nochmal für eine Woche einquartiert habe. Ruhig gehe ich diesmal die letzten Reisevorbereitungen an. Hier und da musste ich nachkaufen, und vieles passt nicht in den Rucksack, einiges konnte ich nach dem Rennstall wegschmeißen, aber letztendlich wird nun doch ein Päckchen gen Heimat geschickt, damit ich kein Übergepäck am Flughafen bezahlen muss oder meine Knochen sich unter dem Gewicht des Rucksachen neu formieren müssen, haha. Außerdem brauch man ja auch noch ein wenig Platz für nette Souvenirs aus Südostasien. ;) In Melbourne war ich nämlich nicht so erfolgreich mit der Souvenir-Jagt an meinen wenigen freien Wochenenden. Australien hat einen eher makaberen Geschmack wenn es um Mitbringsel geht. Handtaschen aus Känguru Fell, Rückenkratzer aus Känguru-Pfoten mit Krallen und Anhänger aus Känguru-Hoden sind keine Seltenheit. Selbst aus den verhassten Kröten werden kleine Geldbörsen hergestellt; von daher, Nein Danke!



Das Museum war allerdings die Erfahrung wert. Als eine Mischung aus Biosphere, Zoo und Ausstellung musste ich direkt schmunzeln als ich zum Evolutions-Flügel kam. Die Australier wieder… Denke ich an London zurück, kommen mir stundenlanges Wandern durch riesige Säle mit hunderten von Präparaten und Informationen in den Sinn, auch schmerzende Füße, welche mich nach gut 5 Stunden Naturwissenschaft daran erinnerten, dass Artenvielfalt vom Dinosaurier-Zeitalter bis Evolution Mensch ein recht langes Stück Evolutionsgeschichte ist, die ich da gerade ohne Kilometergeld erlaufen hatte. Die Australier sind da pragmatischer. Alle Tierpräparate werden Kontinent-weise in einem Raum zusammengestapelt, ein Touch-screen Computer davor gestellt, und wen es interessiert, der kann dort auf das Tierfoto drücken und 2 Zeilen Information dazu erhalten. Fertig. Noch ein Walskelett und 3 Dinos dazu, ein Bild von Darwin und seinen Finken, und die Repräsentation ‚Evolution der Arten‘ ist platzsparend auf 60m² untergebracht.



In Relation dazu, gab es ungefähr doppelt so viel Ausstellungsraum für Falter und Spinnentiere, und gut 4 x soviel für Australiens Historie, wie z.B. das berühmteste ausgestopfte Rennpferd von Australien *Phar Lap*. Vergöttert wie Elvis – ‚the King‘ persönlich, stehen tatsächlich Menschenmengen vor dem Glaskasten mit dem roten toten Vollblüter. Ein paar Meter weiter, sieht man Australiens Wappen mit Känguru und Emu stehen und die stolze Erläuterung, dass genau wie diese beiden Tiere, Australien nie Rückwärts, sondern stetig Vorwärts gehen wird. Natürlich nach den ganzen Entschuldigungen an Australiens Ureinwohner für die Ausrottung der Tasmanischen Stämme und die starke Dezimierung derer des Hauptkontinents, sowie die Unterdrückung und die ‚Zwangszivilisierung‘ durch die Kirche an die ‚gestohlene Generation‘.



Auch der Kunst der Aborigines wird mit einer riesigen Ausstellung beigepflichtet und im Saal ‚Body and Mind‘ (Körper und Verstand) gab es interessante Dinge für mich zum ausprobieren. Alles im allem, am Ende doch ganz nett. Ich habe mich sogar mit einem Freund in einem Casino versucht als wir gelangweilt durch Melbourne geschlendert sind, aber die Maschinen haben einfach das gewünschte Vermögen einbehalten und ich habe tatsächlich 1en Cent verspielt am Ende, dafür aber die 5 Dollar Startkapital vom Casino an den Gast einbehalten. War dies etwa das Ende meiner kleinen Pechsträhne? Gut möglich, denn in der letzten Woche im Stall, kam dann anscheinend der Moment, wo sich mein Glück in Australien vermutlich hätte wenden können. Ein netter Australier vom Northern Territory hat als Stallkraft angefangen und es stellte sich heraus, er hat im Norden und Mitte Australiens mit Eingeborenenstämmen zusammen gearbeitet und hätte mir Kontakte vermitteln können zu Ärzten bzw. Tierärzten, die Aufklärungsarbeit und Operationen in den versteckten Dörfern der Aborigines leisten. Tolle Sache…, und doch leider zu spät. Man könnte direkt meinen, es sollte diesmal einfach nicht sein. Aber wer kennt schon die Zukunft, vielleicht ja ein anderes Mal.



Wir haben dennoch viel erzählt und Pizzaabend gemacht und es stellte sich heraus, seine Frau ist aus Deutschland und eine ehemalige Backpackerin Australiens. ;) Wir sind eben einfach überall. Ich konnte sogar noch ein echtes Brumby bewundern, das hier ein Zuhause fand. Die verwilderten Hauspferde der ersten Australischen Besiedler sind deutlich kleiner und kompakter als die Vollblüter im Rennstall und ziehen heutzutage, wie die verwilderten Kamele, durch den riesigen Kontinent und werden leider von vielen eher als Pest angesehen. Schade, sind es doch charakterlich wundervolle Tiere.




Der Abschied von Mornington und den Pferden fiel wie erwartet nicht wirklich schwer.  Ich habe noch ein letztes Foto mit ‚Big Harry‘, unserem 2 Meter Pferd geknipst, sowie ein Abschiedsbild von meinem Kämmerchen im Haus gemacht, dann ging es mit dem Zug zurück Richtung Canberra zu meinem kleinen Reise-Zuhause, wo ich endlich wieder mit einer normalen, nicht putzbesessenen Person zusammen wohnen würde.


Das letzte Stück mit dem Bus fühlte sich wirklich lang an, 8 Stunden bei grau in grau Regenwetter, und die Straße wie üblich voller toter Kängurus. Anscheinend ist wirklich etwas dran an dem Gerücht, dass Beuteltiere nicht die hellsten Leuchten unter den Säugetieren sind. Man sieht sie wirklich überall, in jedem erdenklichen Verwesungstadium. Selbst in der Hauptstadt, als Andrew und ich durch das gefächerte Netz an Botschaften gefahren sind.


Ja, für ganze zwei Minuten war ich in Deutschland, hehe. Unsere Botschaft ist allerdings nicht so der Renner in Sachen Architektur. Die anderen Länder sahen irgendwie toller aus. Und ich weiß bis heute nicht, ob es ein Witz war oder Ernst gemeint ist, aber vor dem Australischen Parlament stand ein kleines klapperiges Holzhüttchen mit den Worten ‚Botschaft für Aborigines‘ . Die Ureinwohner haben bis heute ein recht gespaltenes Verhältnis mit der britischen Regierung und fühlen sich nicht wirklich zugehörig, sind sie doch weitaus mehr Australier als Jene die erst später kamen.


Australien! Was soll ich zum Abschied sagen. Es ist ein Land voller moralischer Gegensätze. Die Menschen hier sind einfach anders, von zutiefst freundlich und hilfsbereit zu mürrisch und geizig. Selbst jetzt, wo ich am Flughafen sitze und über diesen Beitrag lese um Rechtschreibfehler auszumerzen, finde ich kein angemessenes Wort um Australien zu beschreiben. Ich denke es kann alles sein, von Traum bis Albtraum, von Erfolg bis Pech, von Schönheit bis zur Enttäuschung, von Zauber bis Realität. Ich denke das Schnabeltier wäre vermutlich eine passendere Repräsentation als Känguru und Emu auf dem Wappen, ist es doch wie das Land selbst voller Gegensätze. Australien war jedenfalls eine Erfahrung, so viel kann ich sagen, ob gut oder schlecht weiß ich nicht, aber ich habe viel gelernt und es ist nun Teil meiner Reise.



Morgen in der Früh geht der Flieger. Meine Nacht wird kurz, denn ich muss sie am Flughafen im Warteraum verbringen zwischen all den Gästen, die es sich bereits auf dem Flur bequem gemacht haben, nachdem wir im Flughafen eingeschlossen wurden. Es fahren leider weder Bahnen und Busse um 4 Uhr morgens und somit startet mein Backpackerleben im Element der Dinge. Auf gebackten Rucksack im Flug-Terminal. Das Arbeitsleben ist nochmal kurz Geschichte, mein Konto aufgelöst und das Reisegeld parat mir die letzten Länder zu finanzieren. Drum bye bye Work and Welcome Travel, ich verlasse Down Under nun in Richtung Südpazifik.

Sonntag, 12. August 2012

Auf die Plätze... Fertig? LOS!

Ja, es ist soweit! Ich ziehe in die weite Welt hinaus.


Heute 20:10 Uhr um genau zu sein. Wow! Aufregung? Ja ein bisschen schon. Irgendwie ist der Tag nun doch gekommen, auf den man so lange hin gefiebert hat. Freude? Na klar! Stress? PUR! Die letzte Nacht war recht kurz. Ich bin echt ganz schön in Verzug gekommen. Der Plan war eigentlich ganz entspannt die letzten Tage vorüberziehen zu lassen. War ein Satz mit x. Es hat mal wieder alles Zeit gefressen. Das mit dem Probepacken war auch nix. Es wurde gleich richtig gepackt! Und dann nochmal kräftig aussortiert, haha, bis alles gepasst hat.

Die Abschiede waren okay soweit. Nicht wirklich Tränenreich, denn man sieht sich ja wieder und dennoch etwas merkwürdig, denn eigentlich ist es doch ne verdammt lange Zeit. Mir ist immer noch, als würde ich nur mal eben in den Urlaub fliegen. Aber warten wir mal ab, wie es am Flughafen mit der lieben Familie ausschaut. Ich glaube da könnten sich die Schleusen noch öffnen. Es ist dann eben doch etwas Anderes, als nur ein 14-tägiger Pauschalurlaub.



So viel ist in den letzten Tagen passiert und doch hab ich alles nur durch einen Schleier wahrgenommen, da die Vorbereitungen doch enorm viel Zeit und Nerven gekostet haben.
Mein letzter Arbeitstag war … eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag an dem etwas mehr los war und es gab zum Abschied viele 'Gute Reise' Wünsche. 
Meine letzten Einkäufe … kein Kommentar. Ich brauche neue Füße! Und diesmal welche, die nicht schon nach 3 Tagen Stadt durchqueren schlapp machen.
Der Besuch beim Arbeitsamt … unspektakulär.
Und letzte Arztbesuche lassen nun auch die Mutmaßung zu... ich bin Gesund und Fit die Reise antreten zu können.



Und dann war da noch die Abschiedsfeier. Von 17 Uhr bis halb 2 in die Nacht hinein. Es war sehr schön und gleichzeitig ruhig. Ich fand es entspannend gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen und den sonnigen Abend vorüberziehen zu lassen mit so vielen von Euch.








Und dann lässt man in der ein oder anderen ruhigen Minute den Gedanken freien Lauf. So lange ist es her, dass ich mich in Schottland in die Idee einer langen Reise verliebt habe.


So viel ist in der Zwischenzeit geschehen und hat mich nachhaltig beeinflusst und genau wie schon so viele Male vorher, geht dieser Lebensabschnitt nun vorbei, um Platz für eine neue Erfahrung zu schaffen.

Ich glaube so richtig werde ich es erst Unterwegs begreifen, welches Glück ich habe diese Reise antreten zu können. Und genau an dieser Stelle möchte ich auch nochmal Vielen Dank an alle richten, die mir geholfen haben, meinen Traum zu verwirklichen.



Voran meine Familie, die wirklich immer für mich da ist, ob mit Ratschlägen oder auch finanziell wenn Engpässe entstehen. Ich drück euch alle ganz fest, denn ich werde euch wirklich vermissen. Und das Familienfoto ist natürlich immer mit dabei. ;)


Auch muss ich mal eine Dankesrunde an alle meine Freunde richten, die mich gestresstes Nervenbündel zwischen Euphorie und Kopfzerbrechen geduldig ertragen haben, wenn ich mal wieder von nix Anderem als der Reise gesabbelt habe.
Und natürlich noch ein riesen Lob an www.weltreise-info.de. Ohne diese Website mit all den netten anderen Weltenbummlern, hätte ich es nicht so gut organisiert bekommen. :)

Dann wäre da noch die Frage aller Fragen? Wen oder was werde ich am meisten vermissen? Mm die Einen meinen dunkles Brot, die Anderen sagen, man wünscht sich stets ne saubere Dusche. Doch im tiefsten Herzen weiß ich es jetzt schon. Meinen liebes Hündchen 'Laila'. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass ich sie wiedersehen kann nach meiner Weltumrundung und dass sie weiterhin gesund und munter im Kreise der Familie ihr Hundeleben ausnießt. :)

So nun wird die Zeit langsam knapp... ich sage schonmal ahoi, hasta luego, adios und byebye. Ich hoffe ihr alle besucht hin und wieder meinen Blog und schreibt auch mal ein paar Zeilen. Ich freue mich natürlich, immer mal was vom fernen good old Germany und seinen Bewohnern zu hören. 




Und jetzt? Ab zum Flughafen… Es geht los!!! Wir lesen uns auf der Südhalbkugel!!!

Sonntag, 22. Juli 2012

Nur noch (...) Tage

Nur noch 3 Wochen bis zum Abflug!
Nur noch 3 Wochen bis ich meine Weltreise antrete!
Nur noch 3 Wochen zum erledigen meiner Listen!
Nur noch 3 Wochen bis der Abschied naht!
Und schon Morgen sind es nur noch 20 Tage…
Die häufigste Frage im Moment: „Bist du denn schon aufgeregt?“ Die oft darauf spontane Antwort von mir: „Phhh….. mmmm, weiß nicht.“ Und wenn ich dann mal 2-3 Minuten nachdenken darf, eigentlich „Nö“.
Um ehrlich zu sein, kann ich nicht wirklich sagen, wie ich mich wirklich fühle. Ich freue mich sehr, soweit das innere Gefühl, aber ich habe auch noch so Vieles zu erledigen, dass ich nicht wirklich zum Einschätzen meiner Gesamtlage vordringe.
Klar, hin und wieder kommt er dann schon mal, der Moment, an dem man sich fragt: ‚Was machst du hier eigentlich?‘ Zumeist dann, wenn ich abends ruhig und entspannt in meinem Bettchen liege, und die vergangenen Tage zurückverfolge. Und der innere Kalender kreiselt: ‚Nur noch 4 Tage in meiner Wohnung schlafen.‘ ‚Nur noch 8 Tage auf Arbeit gehen.‘ ‚Das letzte mal zur Fitness fahren.‘
Genau so sah meine Woche aus. Nicht, dass ich zählen würde wollen, aber man tut es dann eben doch. Ob nun in Vorfreude oder Demut vor dem, was da gerade auf mich zurollt, kann ich schwer sagen, aber ich nehme es zumindest jetzt noch mit Gelassenheit. Nur der Eigenstress bis zum Abflug alles fertig gepackt, eingelagert und organisiert zu haben, sitzt mir im Nacken und klein Engelchen und klein Teufelchen streiten sich so manches Mal am Tag, ob denn nun ein Päuschen oder schnelles Abhaken das Richtige sei.
In diesem Sinne… ich muss weiter. ;)

Freitag, 29. Juni 2012

Einmal um die ganze Welt




Ich bin im Juni angekommen und ein paar stressfreie Tage weg vom Alltag versüßen mir die Vorfreude auf meine große Weltumrundung. Das Wetter ist super, die Natur genial, die neue Kamera klickt und das Gemüt ist heiter. Mir geht es gut, mehr kann ich nicht sagen.





Ein wenig Wandern im sonnendurchfluteten Wald der fränkischen Schweiz mit meinen lieben Eltern kitzelt die Reiselust und gleichzeitig das merkwürdige Gefühl, dass das Runterzählen der Tage nun wirklich begonnen hat.
An Abschiede kaum zu denken, kehrt man doch nochmal in sich. Diese Tränen werden noch früh genug fließen. Und doch, die Vorfreude ist nicht zu zähmen. Auch sie will sich bei jeder Gelegenheit befreien. Ich glaube, ich laufe gelegentlich mit einem Dauergrinsen durch den Alltag.


Ich bin nun auch am Punkt der Routenplanung angekommen. So grob hatte ich schon lange einen Plan im Hintergrund, aber nun denke ich, ist es soweit Spruchreif, dass ich die Weltkarte mit den markierten Ländern mal vorstellen kann.


Angefangen mit 7 Wochen Afrika, werde ich Namibia, Botswana und Südafrika, mit seiner reichen und vielfältigen Tierwelt erkunden. Danach geht es auf dem indirekten Weg nach Südamerika. Dort warten einzigartige Kulturen in Peru, Bolivien, Argentinien (mit Feuerland) und Chile (+ Osterinseln) von mir entdeckt zu werden. Im Hinterkopf flüstert hin und wieder auch noch ein Stimmchen, dass ich Ecuador mit den Galapagos Inseln und Kolumbien nicht außer acht lassen soll. Diese Entscheidung überlasse ich jedoch meiner spontanen Eingebung. Im Anschluss an Südamerika werde ich mir Zentralamerika mit seinen Regenwäldern und Taucherparadiesen etwas näher bringen. Da wären Panama, Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Belize zur Auswahl. Auch wäre Mexico noch einen Abstecher wert mit seinen im Urwald gelegenen Mayatempeln. Mal schauen, was Reisekasse und Lust zu dem Zeitpunkt sagen. Es gibt so viel zu sehen auf dieser Erde, dass die Entscheidung manchmal schon recht schwer fällt.

In der zweiten Hälfte meiner Welttournee werde ich mich dann in Richtung Ozeanien begeben. Ein wenig Work&Travel in Australien um das Reisebudget wieder zu füllen, um dann schlussendlich auf Tonga mit Walen tauchen zu können. Und wer weiß, vielleicht noch französisch Polynesien zum Entspannen mit seinen einzigartigen Lagunen. Für abenteuerliche Wanderungen geht es danach mit oder ohne Camper auf die Spuren der Maori nach Neuseeland. Zum Abschluss steht dann noch das Backpackerziel schlechthin auf dem Reiseplan. Südostasien. Welche Länder ich hier bereisen möchte, weiß ich allerdings noch nicht so genau. Malaysia, Indonesien, Laos, Kambodscha, Thailand oder Myanmar… die Auswahl ist groß und die Entscheidung ist sicherlich nicht leicht. Auch ob Indien und Nepal meine geplanten Abschlussländer bleiben, kann ich jetzt noch nicht sagen. So viel Erfahrungen und Zeit liegen noch zwischen meinem Start und dem geplanten Ziel. Wer weiß wohin mich der Wind am Ende trägt. Es bleibt abzuwarten, wie die Route am Ende tatsächlich aussieht. ;)

Jedenfalls sind es nur noch knapp 6 Wochen bevor ich am Gate auf meinen Check-in warte. Die Tage rieseln wirklich wie Sand durch die Finger. Mein Visum für Namibia ist eingetroffen und die Hostels für Afrika sind alle gebucht. Nun werde ich mich noch über die ein oder andere Tour informieren und dann kann es losgehen; die Erkundung des Kontinents auf welchem die Wurzeln unserer Vorfahren liegen. Und damit, fängt es auch langsam an im Kopf anzukommen. Theorie wird zur Realität und in die Tat umgesetzt. Ein tolles und teils schwierig zu beschreibendes Gefühl.



Wenige Hürden gibt es jedoch noch zu überwinden. Es bleibt spannend im Reisevorbereitungslager. Die Listen sind noch lange nicht alle abgehakt und der Auszug aus meiner Wohnung und dem alten Arbeitsalltag steht bevor. Mein letzter Bereitschaftsdienst ist vorbei. *Jubel* Und die Zeit pendelt unaufhaltsam in Richtung Reisestart und ich folge trittsicher heraus aus dem Hamsterrad in eine mir unbekannte Welt...





Bis auf weiteres... hasta luego amigos!

Montag, 28. Mai 2012

Zeit ist relativ

"E=mc²" Da hatte der Herr Einstein schon recht. Und "Kleinvieh macht auch viel Mist", kann ich so auch unterschreiben.

Allein 10 freie Tage haben bewiesen, dass man nicht unbedingt alles schaffen kann, was man sich vorgenommen hat und laut Planung hätte locker schaffen müssen. Auch wenn ich zugeben muss, dass hin und wieder der Drang nach Erholung überwogen hat, hab ich doch fleißig jeden Tag etwas für meine Reise getan.

Ich habe nun eine Reiseversicherung, die so ziemlich alles beinhaltet von dem man doch geschützt sein sollte, im Falle eines Falles. Ob Krankheit, Haftpflicht, Unfall, Notfall oder Diebstahl. Alles bei. Klasse wa?
Ich habe mir auch einen tollen Fotoapparat gekauft, welcher unter sowie über Wasser funktioniert, dabei Fall- und Staubsicher ist und noch recht gute HD Filme drehen kann. Mein Handyvertrag wurde meinem Vorhaben entsprechend angepasst, Flüge wurden gebucht, ich habe mehrere Impfungen über mich ergehen lassen und weiterhin einige Ausrüstungsgegenstände erworben, sowie auch mal wieder etwas Spanisch ins Hirn gepresst. Ich hoffe da bleibt es auch drin. ;)

Es ist auch vermutlich aufgefallen, dass ich noch etwas an meiner Website herumgebastelt habe. Meine lieben Leser können nun aus Spaß an der Freude Fische füttern, indem sie mit der Maus ins Aquarium klicken und zusehen wie die kleinen Tierchen sich auf die Krümel stürzen. Mein neuer Twitter Account wurde auch als Gadget rechts eingebunden, von welchem aus ich versuchen werde fast täglich ein paar Worte zu schreiben. Manch Einer mag sich wundern, warum ich auf englisch ‚zwitscher‘. Nun ja.. einige meiner Freunde verstehen leider kein deutsch, drum möchte ich diesen auch ein kleines bisschen Einblick in meine Reise verschaffen. ;)

Abschluss-Fazit: Ich war also fleißig im Mai!

Wie aber kann es nun sein, dass immer noch vieles unabgestrichen auf meiner Liste mir ein schlechtes Gewissen einredet? Tja… einige Dingen nehmen deutlich mehr Zeit und Nerven in Anspruch als vorher vermutet und ziehen sich wie zerlaufener Pizzakäse durch den Alltag und das über mehrere Tage.
*mal sitzt man einem unfähigen Sacharbeiter gegenüber, der einen fast zum Amoklauf durch seine Inkompetenz anstiftet statt richtig zu beraten
*in diversen Service Centern sind nach einer gefühlten halbe Stunde Warteschleife "gerade alle Leitungen belegt"
*mal kommen Mails nicht an oder Antworten bleiben aus
*der Computer meint, er müsse sich für geraume Zeit ausklinken
*es verschiebt sich mal wieder ein Flug (ha! diesmal wurd ich immerhin informiert)
*lange Wartezeiten bei diversen Arztbesuchen
*Wecker, die in geistiger Umnachtung Aus statt An geschaltet werden, so dass man verschläft.
Kurz gesagt ist es das Leben, welches einen hin und wieder an hinterste Ende der Warteschlange schuppst und gelegentlich auch die innere Unmuse in Stimmung in ihrer freien Zeit etwas anderes zu tun als chillen.

Ich glaube auch mittlerweile dass die Belastbarkeit für die Reise bereits mit der Belastbarkeit während der Reisevorbereitungen geschult wird. Eigentlich kann es gar nicht chaotischer werden unterwegs.

Die nächste Zeit ist jedenfalls weiterhin straff mit Vorbereitungen gefüllt und die wohlverdiente Pause für mein unter dauerstress gesetztes Nervenkostüm wird wohl erst im Flieger eintreten, wenn ich in 76 Tagen in Richtung Windhoek, Namibia aufbreche. Ja, wow. So lange hin bis zum Start ist es gar nicht mehr, womit der Beweis mal wieder erbrach wäre. Zeit ist relativ... ;)

Freitag, 27. April 2012

April, April.. Jeder macht was er will

Ein weiterer Monat ist ins Land gezogen und hat mich ein paar Felder auf dem Weltreise- Spielbrett nach vorn hopsen lassen.

Die Wohnungskündigung ist in Sack und Tüten und läutet somit das Zeitalter des Kistenpackens ein. Im Tropeninstitut steht der Termin für die Gelbfieberimpfung und meine restlichen freien Tage vor der Reise sind gerecht auf die mir verbleibende Zeit aufgeteilt, so dass ich hoffentlich alles gut schaffe.

Auch hinter den Selbstbehauptungskurs kann ich auf meinem Zettel ein Häkchen vermerken. Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß dabei und da wir nur 4 Mädels waren, waren die Übungsstunden umso lustiger. Ich glaub der Kosename „Hühner“ ist des Öfteren von unserem geduldigen Kursleiter gefallen. ;)
Ich glaube jedenfalls fest, dass der ein oder andere Griff hängen bleibt und hoffe ihn im Notfall anwenden zu können. Noch mehr hoffe ich natürlich nie in eine Situation zu gelangen, wo ich das Gelernte zum Besten geben muss, aber man weiß ja nie. Spaßeshalber kann man ja auch mal Freunde ärgern ;) hehe.

Da es wirklich ein toller Kurs war, wollte ich meinen lieben Lesern mal einen kleinen Einblick verschaffen. Leider sind die Bilder echt mies wackelig und pixelig geworden, und ich musste sie noch etwas bearbeiten. Hab gleich eine Bilderserie daraus gebastelt. :D




Ansonsten muss ich sagen, der April hätte in Sachen spezielle Routenplanung auch einfach schön sein können. Bis vor einer Woche, bin ich noch stark davon ausgegangen, dass mein bestätigter Flug zum Start meiner Reise am 15. August stattfindet. Man sollte jedoch nie so naiv sein und glauben, dass eine Fluggesellschaft ihre Gäste auch informiert, wenn es einen Flug nicht mehr gibt. Durch Zufall musste ich erfahren, dass die Strecke so Mittwochs nicht mehr vertrieben wird. Nach langem telefonieren mit der Fluggesellschaft und meinerseits immer wiederkehrendem Erstaunen darüber, dass ich immer noch nichts von dieser „minimalen“ Änderung wissen würde, steht das neue Datum nun am 12. August fest. Was für eine Rennerei in Sachen Arbeitsvisum und Hostelbuchung das gewesen war, könnt ihr euch bestimmt lebhaft vorstellen. Da überkommen einen dann doch mal zeitweise kleinere Angstschweißströme, wie man denn nun alles umplanen solle.

Aber, der Stress ist nun verdaut und die ‚gerade läuft alles gegen Baum‘- Phase ist überwunden. Die Routenplanung steht in den letzten Zügen, zumindest der Abschnitt, welchen ich vorplane. Ein ziemlich großer Teil bleibt nämlich offen und steht meiner spontanen Seite samt Grundmauern zur Verfügung. Dazu jedoch mehr in den kommenden Tagen. Erstmal stehen ein paar Tage Erholung für mich im Kalender. :)

Freitag, 24. Februar 2012

Mittendrin statt nur dabei


Fünfzehn Grad minus, Pulverschnee, ein zugefrorener Teich und Sonne, die den kalten Tag in etwas Wunderschönes verwandelt. Der Winter hat doch noch Einmal vorbei geschaut. Und so sehr ich doch ein Wärme liebender Mensch bin, genieße ich die verschneite Landschaft, während ich mit Laila übers Eis laufe und freue mich über die ausgelassene Stimmung meines Hundes.


Ja, ja ….den Alltag mal vergessen, nur für einen Moment, die klare Luft einatmen und der Stille lauschen….




Mittendrin statt nur dabei. Genau so fühle ich mich gerade. Meine ‚To Do‘ listen immer in greifbarer Nähe, versuche ich mich mitten im Berufsalltag auf meine Reise vorzubereiten. Engpässe können dabei schon mal vorkommen, und der Tanz zwischen Tiere behandeln und Reiseroute optimieren wirkt teilweise etwas exzentrisch. Doch auch einer unbegabten Ballerina gelingt mit viel Fleiß und Mühe schlussendlich der Spagat. Und so werden Telefonate mit diversen Behörden auf Mittagspausen, Buchungen auf den Feierabend und der Großteil meiner Reise-Impfungen, dank der tollen Impfpraxis im Globetrotter auf meine Shopping-Samstage in Dresden verlegt.

Auch steht ein Countdown – Kalender in Planung, in welchem sich so ziemlich all meine Listen in der Mitte treffen. Es fällt im Moment nicht schwer den Überblick zu verlieren, und in uns allen versteckt sich manchmal schließlich ein kleines Vergess-Lischen.

In Sachen Sport, würd ich sagen, schaut es ganz gut aus. Zwei Tage in der Woche widme ich nun bis zum Reisestart meiner Fitness. Und wer hätte es gedacht… es macht sogar Spaß. Me gusto Zumba … mein Rücken wird es mir danken, wenn ich meinen kleinen Haushalt durch die Weltgeschichte schleppe.

Muy bien, mit dem Spanisch lernen, geht es auch so langsam wieder vorwärts. Fest vorgenommen, habe ich mir eine Lektion innerhalb von 14 Tagen mit meinem Langenscheidt Spanisch-Kurs für daheim. Schließlich will man ja nicht ganz so ratlos in Südamerika in der Landschaft stehen. Und falls doch alle Stricke mal reißen und ein Black Out mir die Sprache verschlägt, habe ich noch das Sprachbuch der Sprachbücher in petto. Funktioniert überall auf der Welt, besteht nämlich nur aus Bildern. Hehe. ;)

Allem in allem, kann ich mit Stolz erwähnen, dass die Erziehungsmaßnahmen meines inneren Schweinehundes so langsam Früchte tragen. Aus den anfänglichen Phasen eines Jubiläumshündchens ist er rausgewachsen und hört jetzt schon nach mindestens 5 Versuchen auf mich.

Ansonsten sammeln sich so langsam die ersten Ausrüstungssachen an. Man meint ja immer, „soviel brauchst du ja nicht extra für ne Reise“. Stellt sich jedoch heraus: „brauchst du eben doch!“ Man mag vielleicht das Taschenmesser daheim liegen haben und auch vereinzelte Klamotten kann man vom Schrank direkt in den Rucksack umschaufeln. Aber…. Da haben wir es, der 60Liter Backpack mit komfortablem Hüfttragesystem; den hat man meist nicht daheim in irgendeiner Ecke, auf seine Chance wartend, in Gebrauch genommen zu werden, bereitstehen. Den muss man käuflich erwerben und ja die Dinge, auf die man nicht verzichten sollte bei solch einem Vorhaben, da durch Abwesenheit der Spaß- und Entspannungsfaktor deutlich sinkt, sind meist Jene, die den Geldbeutel schrumpfen lassen. Und so wächst das kleine Häufchen ‚Weltreise-Krams’; mit Andacht, denn man will ja auch nix Unnützes dabei haben.


Mhmh… Noch 172 Tage bis ich im Flieger sitz. Was soll ich sagen… [Klappe auf, Klappe zu]. Manchmal fehlen mir die Worte.

Sonntag, 15. Januar 2012

ein Meer aus Listen...

Da segelt es, mein kleines Weltreise-Schiffchen, auf einem Papierberg mitten im Reisefieberchaos. Nicht ahnend, auf welchen Wellengang es vielleicht zusteuert, und mit dem festen Ziel vor Augen ungekentert in den nächsten Hafen einzulaufen.


Das Jahr 2012 hat eingeläutet, und damit auch in gewisser Weise der Countdown meines großen Vorhabens. Es ist schon seltsam zu wissen, dass es in wenigen Monaten los geht. Oder kurz gesagt, genau am 15. August, denn ich habe noch spontan vorm Jahreswechsel aufgrund steigender Preise meinen ersten Flug gebucht.

Das Datum zum Einen noch so Fern, verlangt es andererseits doch stark nach Aufmerksamkeit. Man mag nicht erahnen, auf was so alles in der Vorbereitungsphase zu achten ist. Aber, um dem verplanten Organisationstalent in mir mal auf die Schulter zu klopfen, wurde hierfür Abhilfe in Form von Listen geschaffen. Ein stetig wachsender Stapel des geschriebenem, teils auch getipptem Wortes, welcher für mich stets den Überblick behält, und den ich hier mal vorstellen wollte.


**Vorwegzunehmen wäre, dass die meisten dieser Listen sich auf die Dinge beziehen, die noch nicht erledigt sind; was die verbleibenden 7 Monate im Moment recht kurz erscheinen lassen. Und wiederum hierzu hinzuzufügen ist, dass jene Listen im Moment auch auf eine mir unbekannte Weise immer länger statt kürzer werden.**
# Fangen wir an mit der Liste, über die einzelnen Monate, oder kurz Kalender genannt. Hier werden spezielle Termine eingetragen, die nicht versäumt werden dürfen. Sei es der Impftermin oder auch der Ablauf einer Frist. Manche Dinge, sind nun mal einfach an ein bestimmtes Datum gebunden, oder finden, wie der Selbstverteidigungskurs, nur in einem bestimmten Monat statt. Da muss man dann schon mal in die Hufe kommen, um nix zu verpassen. ;)
# Dann, gibt es gröber strukturierte Listen, die nicht so wirklich Tag-abhängig, aber doch zu berücksichtigen sind. Bei mir mit den Unterpunkten ‚Gesundheit’, ‚Behördenkrams’, ‚Organisatorisches’, und ‚Finanzen’ gekennzeichnet, erinnern sich mich doch zumindest wöchentlich darüber, welche Check-ups noch anstehen, dass ich z. B. meine Kammer demnächst mal anrufen sollte, was ich mit meinem Freund Google noch so in Erfahrung bringen muss, zwecks Unterkünften und Flugverbindungen, und was mein Sparschwein denn so zu meinen Reisewünschen meint. Übrigens, anhand dieser Listen, merke ich meist, dass es vorwärts geht, denn hier ist stets ein Kommen und Gehen angezeigt, denn wöchentlich werden hier Dinge gestrichen oder hinzugefügt. Ab und an, wandern auch Dinge von einer Liste zur Nächsten. Es bleibt aufregend...
# Eine eher sehr unspezielle Liste, welche mich täglich in den Hintern treten darf, ist direkt über meinen Rechner gepinnt. Auf dieser steht nicht wirklich viel geschrieben. Eigentlich nur ‚Fitness steigern aka Sport!“, „Spanisch lernen“ und „kein Geld für Sinnloskrams ausgeben“. Ich bin aber auch manchmal echt Faul hab ich bemerkt. Die meisten Leute haben vermutlich diese Liste gar nicht. ;)
# Und nun, meine mit unter wichtigste Liste: Die gemeine Pack- oder auch Ausrüstungsliste! Diese enthält Alles, aber auch Alles mit und ohne Unterpunkte, vom Wattestäbchen über den Mini-Kompass, zum Wanderschuh bis Fotoapparat, das mit auf Reisen geht. Dies ist, im Übrigen, die längste Liste. Ich zähle gut 7 Seiten, und in dieser Liste, wer hätte es erraten, ist auch noch am wenigsten ein Häkchen auszumachen. Diese Zettel, entlocken mir jedes Mal ein seufzen, wenn ich sie überfliege. Der Globetrotter hingegen, freut sich Quarkbällchen in den Bauch.
# Die letzte, aber auch mit entscheidenste Liste, wäre die sogenannte Länder- und Bereisungsliste. Hier steht im Groben meine Route beschrieben mit diversen Zielen, welche von mir bereits jetzt schon als ‚muss’ gekennzeichnet wurden. Das ist auch so eine Liste, an der sich Traum und Realität oft noch nicht so ganz einig sind. Und ich denke, dies wird zum Aufbruch meiner Reise wohl die längste Liste sein. Vielleicht gibt es dann sogar eine Liste für jedes Land. Wer weiß das schon. Im Listen anlegen, bin ich jetzt zumindest schon mal geschult.